Die Bewirtschaftung des Weinberges erfolgt immer so natürlich wie irgend möglich. Es wird so wenig wie nötig in den natürlichen Lebenskreislauf von Pflanzen und Tieren eingegriffen. Sie haben alle ihren Platz im Weinberg und wir fördern gezielt die natürlichen Gegenspieler der Schädlinge.

Am Ende einer jeden Rebzeile steht z. B. ein Rosenstrauch als Mehltauanzeiger. Ist die Rose befallen, heißt dies, dass man sich schnell um die Weinreben kümmern muss. Sieht die Rose gut aus, braucht auch nicht zu eingegriffen werden – und nebenbei sehen die Rosen noch wunderbar aus. Seit 2016 arbeiten wir zudem mit einem Unkrautfließ unter den Rebstöcken. Dies hält Wasser und Wärme im Boden und schützt gleichzeitig vor zu starkem Konkurrenzwuchs – und all das spart Unmengen an Pflanzenschutzmitteln und Chemie. Unsere Böden werden nicht aufgerissen. Dadurch vermeiden wir Erosion und ermöglichen eine natürliche Ansiedlung von Würmern, Insekten und Schnecken. Die natürliche Begrünung der Zeilen mit regionalen Pflanzen wird gefördert. Zudem wird die Begrünung nur gemäht oder gewalzt, Rebholz und Laubschnitt werden im Weinberg belassen und gehen in den natürlichen Biokreislauf ein.

Kurzum: Ein möglichst natürlich bewirtschafteter Weinberg ist nicht nur eine Augenweide und erspart der Umwelt Belastungen durch Herbizide und Fungizide. Ein solcher Weinberg produziert auch den besseren Wein – davon sind wir fest überzeugt!